Norbert Barthle MdB
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Presse
28.06.2017, 16:00 Uhr | Übersicht | Drucken
Ich bin gegen die „Ehe für Alle“!
MdB Norbert Barthle hat vor allem das Kindeswohl im Blick


Bei der voraussichtlich am kommenden Freitag stattfindenden Abstimmung über die sog. „Ehe für Alle“ wird der Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle (CDU) aus tiefer Überzeugung dagegen stimmen. „Dabei spielt für mich zum einen der Respekt vor dem Grundgesetz eine wichtige Rolle. In Artikel 6 wird der besondere Schutz von "Ehe und Familie" hervorgehoben. Damit ist die Ehe von Mann und Frau gemeint, die als Familie die Keimzelle unserer Gesellschaft darstellt und den gemeinsamen Kindern die Werte vermittelt, die der Staat nicht vermitteln kann,“ so der Abgeordnete in einer Stellungnahme.


Zum anderen seien die Ehe und die eingetragene Lebenspartnerschaft schon jetzt rechtliche nahezu vollständig gleichgestellt, so Barthle weiter. „Das ist auch gut so, das sage ich ausdrücklich. Wir auferlegen den Schwulen und Lesben gleiche Pflichten, z.B. im Steuerrecht; dann sind gleiche Rechte, z.B. im Erb- und Privatrecht, nur folgerichtig und gerecht.“
Doch der zentrale Unterschied liege gegenwärtig beim Adoptionsrecht – und hier müsse seines Erachtens auch ein Unterschied bestehen bleiben. „Ich will dabei nicht behaupten, daß ein homosexuelles Paar ein Kind nicht genauso liebevoll aufziehen kann wie ein heterosexuelles; zu viele Beispiele beweisen das Gegenteil. Aber es ist meines Erachtens unsere Pflicht, diese Situation ausschließlich aus der Sicht des Kindes zu betrachten; das Kindeswohl geht dem Wunsch auf Selbstverwirklichung durch Kinder vor! Und solange die Zahl von Ehepaaren, die sich für eine Adoption bewerben, die Zahl von Kindern, die für eine Adoption zur Verfügung stehen, um ein Vielfaches übersteigt, solange sind ein Vater UND eine Mutter für die Entwicklung und Sozialisation eines Kindes bei weitem besser als zwei Väter oder zwei Mütter.“

Die Bundeskanzlerin nahm Barthle ausdrücklich in Schutz, sie handele hier nicht aus innerer Überzeugung, sondern in vorausschauender Pragmatik. „Rot-Rot-Grün hat im aktuellen Deutschen Bundestag fünf Stimmen mehr als CDU und CSU. Und insbesondere die SPD schein wild entschlossen, unter Missachtung des Koalitionsvertrages diese linke Mehrheit in dieser Frage auch zu nutzen. Das finde ich enttäuschend und ärgerlich,“ schließt Barthle.

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