Presse
07.02.2017, 13:00 Uhr | Übersicht | Drucken
Die „neuen Bauernregeln“ des Umweltministeriums sind primitiv und peinlich
MdB Norbert Barthle verärgert über SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks


Nachdem sich einige Landwirte aus seinem Wahlkreis verärgert gemeldet hatten, hat sich der Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle mit den „neuen Bauernregeln“ des Bundesumweltministeriums beschäftigt. „Ich habe für den Zorn der Bauern großes Verständnis! Auf Plakaten in über 70 deutschen Städten und im Internet wird gereimt, was das Zeug hält. Die nett aufgemachten Sprüche dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier ein ganzer Berufsstand mit pauschalen und ehrenrührigen Anschuldigungen in ein falsches Licht gerückt wird,“ ärgert sich Barthle.


Sprüche wie ‚Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.‘ seien ein Schlag in das Gesicht von Tausenden verantwortungsvoll arbeitenden Bäuerinnen und Bauern. „Sie sorgen mit ihrer täglichen Arbeit dafür, dass wir alle mit hochwertigen Lebensmitteln versorgt werden und werden dafür teilweise mit Dumpingpreisen belohnt. Unsere Landwirte bewirtschaften Felder und Wiesen mit ihrem Fachwissen und nach geltenden Regeln und Gesetzen. Tagtäglich kümmern sie sich um ihre Tiere und arbeiten kontinuierlich daran, die Tierhaltung weiterzuentwickeln. Dialog ist da hilfreich, pauschale Diffamierung ganz sicher nicht!“, so der Abgeordnete.

Er sei Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sehr dankbar, dass dieser umgehend reagiert und bei Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks protestiert habe, schreibt Barthle weiter. „Zurecht prangert der Landwirtschaftsminister an, dass sich hier eine vermeintliche ‚Meinungselite‘ aus den Metropolen auf Kosten der Menschen im ländlichen Raum amüsiert."

Wörtlich heiße es in dem Ministerbrief: „Wieder einmal bedient man das Klischee einer Landwirtschaft, wie sie mit der Realität immer weniger zu tun hat. Die Nahrungsmittelproduktion hat eine differenzierte Betrachtung verdient. Für die Rolle der Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft tragen alle eine Verantwortung – auch das Bundesumweltministerium. Positive Entwicklungen in diesem Berufszweig gehen nur mit der Landwirtschaft und nicht gegen sie.
Eine steuerfinanzierte Kampagne, die die Diffamierung eines gesamten Berufsstandes mindestens in Kauf nimmt, gehört meiner Ansicht nach nicht in den Instrumentenkasten guter Regierungskommunikation. Ich fordere Sie auf, die Kampagne sofort zu beenden und sich für den entstandenen Schaden bei den Bäuerinnen und Bauern öffentlich zu entschuldigen.“

Er sei sehr gespannt, so Barthle abschließend, ob die Bundesumweltministerin diese notwendige Geste zeige.

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